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Und täglich grüsst das empörte Social Media Murmeltier-Social Media Icons Zoom

Und täglich grüsst das empörte Social Media Murmeltier

Zuerst danke an Michael Nussbaumer von TAU - Magazin für Barfußpolitik für den Link zu einem Beitrag, der sehr gut erklärt, warum wir mehr Medienkompetenz und Bildung im Bereich von Social Media brauchen. Ich rede mich eh immer fusselig und werde damit auch nicht aufhören. Das Thema ist komplex. Und es wirkt, als würde ′die Zeit′ keine Platz für komplexe Themen lassen. Aber WIR sind es, die sich die Zeit dafür nehmen oder eben auch nicht. Hier der Link ...

Und hier ein weiterer Erklärungs-Link von Mimikama bezüglich Fake News zu den Klimademonstrationen

Empörungsdemokratie auf Social Media

Social Media hat viele Seite. Eine davon ist die rein technische. Vieles ist möglich und wir sehen es an den ständig (manchmal nervenden) Änderungen gerade bei Facebook. Es wird gedreht und geschraubt und inzwischen steht die Plattform ja auch unter Druck. Wer hat die Meldung zu den anstehenden Europawahlen bezüglich Wahlwerbung erhalten? Ein endloser Text - bin gespannt, wie sie das alles überprüfen wollen, aber, anscheinend ist Handlung angesagt.

Gut, technisch ist viel möglich --> die technische Medienwelt eben
ABER
wo kommt denn dieses ′Social′ her?
WER macht das SOCIAL aus?
... grübel grübel und studier′

WIR

und da liegt der Hase begraben

Wir können drehen und schrauben, ein Gesetz nach dem anderen beschließen, Steuern und Strafen einführen und ausräuchern - wenn WIR nicht bei UNS ansetzen wird es ein Gedrehe und Geschraube bleiben.

Mein mittlerer Sohn hat gestern seine Lehrabschlußprüfung zum Betriebslogistikkaufmann abgelegt. Ein Teil der Prüfung war ungefähr so, als würde man mir, wenn ich mir eine Küche kaufen möchte, zuerst mal beibringt, wie ich mir Pfeil und Bogen selber baue und dann auf Hasenjagd gehe.

Nichts dagegen einzuwenden, zu wissen, wie ich einen Hasen erlege - aber beim Kauf einer Küche? Da wäre es wichtig, zu wissen, wie ich den neuen Herd bediene, welchen Stromanschluß der braucht, wie ich das digitale Kochfeld benutze ...

Wenn ich das nun auf den Medienkompetenz-Anspruch im Bildungsbereich umlege, dann werden wir ca in 100 Jahren erfahren, dass es da mal einen Herrn Zuckerberg gab, der etwas programmiert hat, worüber sich Menschen vernetzen können.

Schaut doch mal offen und ehrlich auf unsere Lehrpläne - die sind mehr als veraltet! Da wird HANDSCHRIFTLICH ein Kassabuch als Prüfungsteil verlangt. Und das bei der Registrierkassenpflicht!

Nun sind einige Menschen der Meinung, dass sich die Politik darum zu kümmern hätte - ABER - die (angeblich) verantwortlichen PolitikerInnen haben:
1) selber meist keine Medienkompetenz 
2) viele, andere Themen zu beackern
und 3) werden sie genauso wie wir von den neuen Medien einfach überrollt

Nun würde ich sagen: lehnen wir uns mal zurück und machen wir uns einen guten Plan. Was erkennen wir als Problem, wo müssen wir handeln und wie setzen wir das möglichst kompetent und rasch um.

Wir brauchen nicht zu warten, bis irgendein/e BildungsministerIn irgendwann irgendeinen Lehrplan vielleicht ändert.

WIR leben mit den neuen Medien und wir haben jeden Tag die Chance, sie selbst zu gestalten und unsere Kinder mit einzubeziehen. Jeden Tag auf′s Neue.

Also, warum warten, bis das Fach ′Medienkompetenz′ als Hauptfach in den Unterricht kommt? Warum nicht jetzt einen regelmäßigen Austausch darüber starten?

Wie viele Elternvereine gibt es, die das organisieren könnten?
Wir haben Menschen, die sich jeden Tag mit Social Media auseinander setzen, die Fachwissen einbringen können. 

WIR können offen mit den Kindern darüber reden und ihnen zeigen, wie man sich Übersicht verschafft im weiten, weiten Internetz.

WIR können sie an eine grundsätzlich kritische Haltung heranführen - aber nur, wenn wir nicht selber jeden X-Artikel blind auf Social Media teilen, nur, weil die Headline spannend klingt???

Deshalb - lehnen wir uns für einen Moment zurück, überprüfen wir unsere persönliche, eigene Haltung zu den neuen Medien. Nehmen wir uns die Zeit, laaaange, ausführliche Berichte bewusst zu lesen, die darin vorkommenden Themen nicht eins zu eins zu übernehmen, unser Hirn einzuschalten, selber zu denken und dann mit anderen darüber zu sprechen - face to face.

Es ist wichtig, zu unterscheiden, was ist mein persönlicher Eindruck bei einem komplexen Thema und was viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und aus anderen Lebensumständen dazu sagen/recherchiert haben.

Glauben heißt nicht WISSEN (hat schon da Opa g′sagt)

Und glaube nicht alles, was du denkst - bleibe dir selbst gegenüber kritisch. Erlaube dir zu sagen - das weiß ich nicht und nimm′ dir die Zeit, es dir selbst zu erarbeiten, indem du komplexen Themen Zeit und Raum gibst, sie zu verstehen.

Dann werden wir gemeinsam mit unseren Kindern lernen, die neuen Medien zu nutzen und uns nicht überrollt oder hilflos fühlen.

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